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Antje Guskes malerische Werke sowie plastischen Arbeiten beschäftigen sich mit dem Eindruck des Alltäglichen.
Mit einem feinen Sinn für die Dinge und Situationen, die einem überall begegnen oder an die sich der eine oder andere aus seiner Vergangenheit erinnert fühlt, lädt Antje Guske zum Innehalten ein. Die von ihr aus dem Leben gegriffenen Momente der Vergangenheit und Gegenwart, die in Form von Cutouts oder Objekten in den Raum gestellt werden, erörtern auf eine subtile und anschauliche Weise alltägliche Situationen.

Das Innehalten und Hinterfragen der dargestellten Momente und Situationen verwandelt den Ausstellungsraum in einen Bildraum, der plötzlich eine ding- und fassbare Wirklichkeit projiziert, in dem sich die Arbeiten von Antje Guske mit ihren eigenen Erlebnissen verbinden und zugleich einen Zugang zu einer eigenständigen Wirklichkeit für jeden Einzelnen eröffnet. Vergangenes, aber auch Gegenwärtiges bis hin zum Phantastischen zeichnet die Schaffenswelt von Antje Guske aus. Eigene Erfahrungen, Erinnerungen und Phantasien verschmelzen mit denen der Betrachter und schaffen neue eigene Räume und Wirklichkeiten.

Die scheinbare Räumlichkeit und Stofflichkeit der Arbeiten täuscht das menschliche Auge und fordert es auf, seine bewehrten Sehgewohnheiten aufzugeben. Ein vermeintlich beiläufig aufgehängter Bademantel erscheint einem so plastisch und authentisch als könne man ihn im nächsten Moment vom Haken nehmen und überstreifen. Die optische Täuschung beflügelt die alltägliche Wirklichkeit und schafft es den Ausstellungsraum vergessen zu lassen und in einen privaten Raum zu verwandeln.